Hämodialyse

Die Hämodialyse (kurz: HD) ist das Standarddialyseverfahren in Deutschland. Bei diesem Verfahren wird das Blut mit Hilfe einer Maschine aus dem Körper gepumpt wo es durch den Dialysator („künstliche Niere“) fließt und gereinigt in den Körper zurückläuft.

Der Dialysator, gewissermaßen das Herzstück einer Dialysemaschine, besteht aus 10000 bis 15000 Hohlfasern, auch Kapillare genannt (sehr kleine Kunststoffschläuche), durch die das Blut fließt. Die Hohlfasern werden von Wasser, dem sogenannten Dialysat umströmt, so dass die Schadstoffe aus dem Blut in das Wasser übertreten können (der physikalische Vorgang der Diffusion).

Damit es bei diesem Vorgang zu keinen Komplikationen kommt erfolgt eine aufwendige Steuerung und Überwachung durch die Elektronik der Dialysemaschine.

Prinzip der Hämodialyse
Abbildung: Prinzip der Hämodialyse

 

Der Dialyse-Shunt

Für dieses Dialyseverfahren wird ein Zugang zum Körper benötigt, aus dem das Blut entnommen und wieder zugeführt werden kann. Diesen Zugang nennt man in der Nephrologie Dialyse-Shunt. Shunt (sprich: Schant) kommt aus dem englischen und bedeutet wörtlich übersetzt Kurzschluss. In der Nephrologie stellt ein Shunt die Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene dar. Am häufigsten wird ein Dialyse-Shunt am Unterarm angelegt.

Dialyseshunt
Abbildung: Dialyse-Shunt